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12. Juli 2017

Sechzehn.


Sechzehn. Nachdem ich vor genau einer Woche die Fünfzehn gepostet hatte, sind es heute Sechzehn. Genau ein Kilo wieder abgenommen. In einer Woche ganz ohne Sport, aber viel Rumwuselei. Erstaunlich, dass es nach dreieinhalb Monaten immer noch so gut voran geht. Und wo gestern so ein Tag war, wo ich mich so gerne mal richtig satt gegessen hätte (vor allem mit so Sachen wie Chips, Schoki, Kuchen, Pommes.....).

Irgendwie hat Abnehmen durchaus auch viel mit Minimalismus zu tun. Ob es nun die Wohnung ist, die mit zu vielen Dingen vollgestopft ist, das finanzielle Budget, das überzogen ist, oder das Kalorienbudget, das über alle Maßen ausgeschöpft wird - alles hat eben Konsequenzen.

(Und da ich fast jeden Tag so ziemlich das gleiche esse, ist das wie eine Lebensmittel-Caspsule-Wardrobe. Ich muß mir keine große Gedanken mehr um die Essensplanung machen, und denke, dass sich so leichter Gewohnheiten etablieren lassen).

Im Fettlogik-Blog hat eine Abnehmerin ein sehr stimmiges Bild geschrieben. Sie hatte sich vorgestellt, dass sie massig Schulden bei der Kalorienbank gemacht hat, in dem sie zu verschwenderisch mit den Kalorien umgegangen ist, und damit über ihre Verhältnisse gelebt hat. Ist also genau so, wie wenn Du mehr Geld ausgibst, als Du im Monat zur Verfügung hast. Und wenn Du eher klein und bewegungsfaul bist, hast Du leider auch kein besonders großes Budget (im Vergleich zum zwei Meter großen Bauarbeiter). Und wenn Du anfängst, täglich Kalorien einzusparen, kannst Du so Deine Kalorienschulden begleichen und die Schuldenlast (die sich in Kilos angesammelt haben) wird leichter. Klingt ziemlich logisch, oder?
"Mich begeisterte die Feststellung, dass jedes Kilogramm Fett sozusagen 7000 kcal Schulden entspricht. Wenn ich die abbezahlt habe und künftig in meinem Budget bleibe, so kann ich schlank werden und bleiben. Und meine Schulden sind abbezahlt. Ich zahle noch einen kleinen Rest Zinsen zurück, aber die eigentlichen Schulden sind bezahlt."
Und natürlich bist Du ziemlich angeschmiert, wenn Du mit einem mordsmäßigen Appetit gesegnet bist, PCO und Schilddrüsenunterfunktion hast und auch noch Antidepressiva nimmst. Nicht gerade eine optimale Ausgangslage. Aber es ist nun mal, wie es ist. Durch Jammern, Klagen und Resignation wird sich Deine Stoffwechsellage auch nicht ändern. Es kann sein, dass es mühsamer ist und länger dauert. Aber ich bin ja das beste Beispiel, dass selbst das scheinbar nicht machbare doch möglich ist. Ich kann auch nicht ausschließen, dass ich in einem Jahr wieder PLUS 16 bin, weil das Leben härter wurde und ich dem ausschweifenden Essenskonsum erlegen bin. Das kann ich nicht wissen, aber natürlich hoffe ich das nicht.

Genauso wie ein zu hohes Kalorienbudget Konsequenzen hat, hat es das Abnehmen auch. Es bedeutet Verzicht (auf so einige Dinge, die ich mag) und Disziplin. Dafür kann ich wieder weiße Shirts tragen, ohne mich zu fragen, ob das jetzt aufträgt. Das Körpergefühl ist viel besser geworden. Es hat alles seinen Preis. Deswegen ist auch letztlich völlig okay, wenn sich jemand lieber dem Genuß statt dem Kalorienzählen hingeben will. Die Seite, die stärker wiegt, wird die Überhand gewinnen. Wenn ich gerne schlanker wäre, aber noch viel viel lieber Pizza esse, dann fällt die Wahl auf die Pizza. Wobei es auch hier nicht nur Schwarz/Weiß gibt. In der Grauzone könnte ich ja trotzdem noch Pizza essen, nur nicht mehr so oft und weniger... Deswegen schwöre ich auf den Experimentiermodus: Einfach mal ausprobieren, welcher Weg gangbar wäre (und das gilt nicht nur fürs Abnehmen). Die Universallösung gibt es nicht, dafür sind wir alle zu verschieden.

1 Kommentar:

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