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28. Mai 2017

Abnehmen.


Da jemand in den Kommentaren gefragt hat, wie ich das mit dem Abnehmen mache, widme ich diesem Thema gleich mal einen Blogpost.

Die letzten Jahre waren für mich ja nicht ganz einfach. Da hab ich einfach nicht großartig aufs Essen geachtet bzw. viel Frust- und Trostessen (hauptsächlich Schoki) praktiziert.

Zudem dachte ich, dass ich es einfach nicht schaffe abzunehmen, weil ich ja PCO und eine Schilddrüsenunterfunktion habe, Antidepressiva nehme und meine ganze Familie übergewichtig ist. Es erschien mir einfach zu schwer. In der Schublade steckte ich eine ganze Weile.

Dann hab ich bei Instagram bei einer Bloggerin was von dem Buch "Fettlogik überwinden" gesehen. (Naja, besagte Bloggerin hatte 13 kg abgenommen, aber mittlerweile leider wieder mindestens alles drauf...). Es hat aber noch einige Wochen gedauert, bis ich dann auch so weit war, mir dieses ominöse Buch auch mal einzuverleiben. Denn ich fühlte mich nicht mehr richtig wohl in meiner Haut (mehr wie ein Riesenbaby).

Das Buch war erstmal ein ganz großer Augenöffner. Hm, könnte ja doch gehen. Meine Argumente waren alle verpufft. Klang alles so, als könnte ich mir das ganz individuell nach meinem Gusto gestalten. Und ich hab mir hier auch keinen Druck gemacht. Ich wollte es einfach versuchen (und hatte die Befürchtung, es wäre nach zwei Tagen eh wieder vorbei - so war das bisher immer).

Ich hab also meinen alten Account bei fddb.info reaktiviert und seit dem 31. März jede gegessene Kalorie aufgeschrieben und zusammen mit Bewegung (Spazieren, Stepper oder Heimtrainer) meist ein tägliches Kaloriendefizit von 1000 produziert. Letztlich ist Abnehmen ein simples Rechenexempel: 7000 kcal einsparen für 1 kg Gewichtsverlust. Genau so läuft es bei mir seitdem auch, natürlich mit den üblichen täglichen Schwankungen.

Meine Gewichtsverlaufskurve ;-)

Bei mir macht es auch ganz viel aus, dass ich den beruflichen Streß nicht mehr habe. Ich habe schon allein im Büro immer jeden Tag eine Tafel Schokolade gegessen. Das brauche ich jetzt nicht mehr. Ich bin schon diszipliniert und erlaube mir bislang keine Ausnahmen. Bei einem Treffen in der Eisdiele gibt es jetzt eben kein Spaghettieis, sondern nur eine Cola light. Ich hab ja noch einiges vor mir.

Zusätzlich habe ich mir noch zur Motivation ein englisches Buch via Kindle bestellt, das die Abnahme aus der Sicht der kognitiven Verhaltenstherapie angeht. Fand ich auch sehr hilfreich.

Das frustrierende ist allerdings: Die ersten Kilos sieht keine Sau. Selbst ich nicht. So langsam merke ich, dass ich wieder Shirts anziehen kann, die vorher etwas spack saßen. Auch in Tanktops fühle ich mich wieder wohler. Der Hosenbund wird weiter... Insgesamt ist das Körpergefühl schon deutlich besser geworden - und die abgenommen Kilos motivieren weiter.

Mein Ernährungsplan ist wahrscheinlich nicht unbedingt vorbildlich (von wegen "Clean Eating" oder "Low Carb" oder "Paleo" oder weiß der Geier). Sonst würde ich wahrscheinlich auch nie durchhalten. Ohne die Ofenbrote von "Rustipani" wäre ich wohl verloren. So viele Sorten, so wenig Kalorien, so lecker!

Unterm Strich bleibt: Ich darf nie wieder so essen wie vorher. Das hab ich schon mehr als einmal vergeigt. Ich weiß auch nicht, ob ich es diesmal dauerhaft schaffe. Aber es ist den erneuten Versuch einfach wert. Ich glaube einfach mal an mich! Und dass Veränderung möglich ist. Und jetzt stehe ich ganz kurz vor der 10-kg-Marke und freue mich wie blöd darüber.

Irgendwo stand mal: "Abnehmen ist kein Sprint, sondern ein Marathon." - Das kann ich nur bestätigen. Und ein Spaziergang ist es auch nicht unbedingt. Manchmal gehe ich hungrig ins Bett. Aus dem einen Buch habe ich gelernt: "Hunger ist kein Notfall". Tja, da schau her *g*. Und ich hoffe mal nicht, dass ich in ein paar Monaten resigniert und trotzig verkünden werde, dass Abnehmen total doof ist und so... nein-nein, bloß das nicht...

1 Kommentar:

  1. Wow, Britta!
    Du kannst echt stolz auf dich sein!!
    9kg sind so so viel!
    Glückwunsch!!

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