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24. Januar 2017

Nimm mir bloß nicht die Butter vom Brot!



Die einen haben eine teure Uhr, die anderen haben Zeit. 
Die einen fahren Passat, die anderen fahren um die Welt...

- Wolf Küper

Ich frage mich immer wieder, woher diese Angst kommt, dass Aussteiger auf Kosten anderer leben oder gar "schmarotzen". Diese schreckliche Angst, ich müßte eine Millisekunde am Tag meine kostbare Lebenszeit, ach nee: Arbeitszeit für jemanden opfern, der gerade seine Kartoffeln selbst anbaut. Ein wertvoller Wimpernschlag, während ich im Büro im Internet surfe (und bei amazon was bestelle, das ich gar nicht brauche). Wen jucken schon Rüstungsausgaben, Steuerhinterziehungen, Vorstandsgehälter, Diätenerhöhungen... Da prügel ich doch lieber nach unten.


"Die grössten « Sozial-Schmarotzer » sitzen in den Banken, die ungestraft dem Land und Steuerzahler Milliardenschäden zugefügt haben und nichts zu befürchten haben. Es ist ein Skandal dieses Staates und seiner Justiz, dass sie sich standhaft weigern, diesen Banken die Lizenz zu entziehen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Hier geht man wohl nicht zu weit, wenn man eine heimliche Komplizenschaft zwischen dem Staat und den Banken unterstellt, vor der eine weisungsgebundene Justiz kapituliert hat. Ich gehe sogar soweit, zu behaupten, dass ganze Bundesländer, die es nicht fertigbringen, ordentlich zu wirtschaften und den Steuerzahler um Milliarden von Euro bringen, mehr Schäden am Volksvermögen anrichten, als einige Steuersünder."

"In Deutschland werden den plärrenden Lobbyisten jährlich 170 Milliarden Euro an Subventionen in den gierigen Rachen geworfen. Milliarden von Euro werden in sinnlose Rüstungsprojekte gestekt. Die Beamten verschwenden laut Bericht des Bundesrechnungshofes, strafrechtlich völlig folgenlos, jährlich über 60 Milliarden Euro."

Rainer Kahni (Journalist und Buchautor)


Was steckt bloß dahinter, dass es so manchem die Tränen in die Augen treibt, es könnte ein mikroskopisches Fitzelchen vom mühsam geschmierten Butterbrot in den Händen eines angeblich faulenzenden Selbstversorgers landen? Einem, der in dieser Welt sicherlich weitaus weniger Schaden anrichtet als einer der "Big Player".


"Die größten Feinde der Freiheit
sind die glücklichen Sklaven."
Marie von Ebner-Eschenbach


Einen interessanten Ansatz habe ich im Blog "Simply feel it" von Oliver gefunden. Der gesamte Artikel ist übrigens sehr lesenswert...


"Lästere so oft wie möglich über andere -
Das beruhigt ungemein dein Gewissen. Lästere über Aussteiger, Mutige, Querdenker, Faulenzer, Schmarotzer und Träumer. Über alle, die anders sind als du. Bleibe unbedingt dabei. Du könntest ansonsten mit deinen verborgenen Zweifeln und Sehnsüchten in Berührung kommen. Insgeheim könntest du gar neidisch werden. Also bleibe lieber beim Lästern."
Nur so eine Idee........

23. Januar 2017

Mein Wohnzimmer - meine Regeln.


So, nach gestern möchte ich ein paar Dinge klarstellen:

Dies hier ist mein persönlicher Blog und spiegelt meine ganz eigenen Ansichten wider, die weder vom heiligen Geist oder sonstwem abgesegnet wurden und keine Allgemeingültigkeit erheben.

Es ist - wie bereits erwähnt - ein BLOG und kein Diskussionsforum. Und weil es mein persönlicher Blog ist, habe ich hier auch Hausrecht und lösche, was ich will und entscheide selbst, ob mein Ton passend ist oder nicht. Wem der Ton nicht passt, braucht mich ja nicht besuchen zu kommen.

Ich bin auch nur ein Mensch, mache Fehler, habe Ängste und bin angreifbar. Da mir mein Blog aber wichtig ist - und ein paar wenigen Menschen auch - werde ich mir es nicht unnötig schwer machen und mich mit Meinungen von Leuten belasten, die ihre Inspiration womöglich besser aus anderen Seiten beziehen sollten.

Ich bin nicht hier, um von allen gemocht zu werden oder irgendwem Rechenschaft abzulegen.

Ich werde weiter schreiben, liege mal daneben oder bringe es auf den Punkt.

Aber die Kommentarfunktion wird es nicht mehr geben. Wie gesagt, wem das nicht paßt, der kann woanders schöne bunte Bildchen gucken gehen. My home - my rules.

Und den (bestimmt wieder mal provokanten) Artikel, den ich gestern verfaßt und für heute zur Veröffentlichung geplant hatte, gibt es dann morgen. Also lest besser nicht mit, wenn ihr euch schon gestern aufgeregt hab.

22. Januar 2017

Raus aus dem System.


Und noch was zum Gucken...
also ich könnte das nicht, in einer Jurte leben.
Auf engstem Raum.
Für mich ziemlich gruselig.

Und dennoch bin ich fasziniert:


Das Tiny House hingegen ist richtig klasse. Eigenbau wäre auch gar nicht mein Ding. Sehr mutig. Ist richtig schön geworden. Und interessant, auf welchen Gegenwind die junge Familie mit ihrem alternativen Lebenskonzept stößt. Wieder dieses: "Warum bist Du nicht so normal wie wir alle?".

Normal..... höhö.

Lasst uns alle musizierende Ausdruckstänzer werden! (ähm, nicht wirklich... hihi)

21. Januar 2017

Zeitluxus.



"Zeit ist der größte Luxus im Wohlstand!"



Zeit, die Werte neu zu überdenken...

Komfortkauf.


Also, wenn ICH mir mal was kaufe, das nicht zum normalen Alltagsgebrauch zählt, muß ich ja auch mal davon berichten. Obwohl es einerseits dann doch wiederum zum Alltagsgebrauch gehören wird, und es andererseits kein Vermögen gekostet hat: Es sind *tädääää* ein paar SONY-Kopfhörer. Leider nicht so chic-weiße wie auf dem Foto. Hatte ich erst überlegt, oder gar rosa? Aber lassen wir die Kirche mal im Dorf: Rosa wär dann doch albern und Weiß sähe eh gleich aus wie Sau, bei jemandem wie mir, die nicht gerade minimalistisch Make-up trägt. Also langweiliges Schwarz, was dann doch immer super zum Outfit paßt. Ich bin so praktisch, ne? Und letztendlich sieht es eh keiner außer mir, da ich mit den Dinger nicht durch die Gegend stapfen werde. Nur Homewear, hihi.

Jedenfalls weile ich nach der kurzen, aber heftigen Krise wieder unter den Lebenden - und es geht mir gut. An dieser Stelle nochmal ganz lieben Dank für eure mitfühlenden Kommentare. Am nächsten Tag war ich dann einfach nur platt, nachdem meine Systeme zwei Tage eskaliert waren.

So. Und jetzt? Kann der Sommer kommen. Denn die Kopfhörer sind mein Sommerretter. Wenn der Nachbar wieder lautstark Fußball oder Countrymusik hört, sich die zwei Köter eine Kläff-Competition liefern und die Garten-Höllenmaschinen wieder röhren. Künftig bin ich dann auf meinem Balkon im Intro-Himmel mit Entspannungmusik und Hörbüchern. Immer noch die bessere Alternative, als mich aufzuregen und in Gedanken faule Tomaten rüberzuwerfen.

Könnte man meinen, ich bin ein bißchen arg früh dran. Aber weit gefehlt: Ich nutze die neuen Micky-Maus-Ohren jetzt auch für die täglichen Entspannungs-MP3s. Denn ich hab sooo winzige Öhrchen, dass mir die In-Ears nach einigen Minuten echt wehtun. Jetzt hab ich's doch viel komfortabler. (Ich wünschte, der Rest von mir wäre ähnlich zart wie meine Gehörgänge *seufz*).

Puh, und ich gestehe: So ein kleiner Komfortkauf ist ganz fein gewesen!

Minnie-Mouse wünscht ein wundervolles Wochenende...