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3. Dezember 2016

Endlich wieder ein Wochenglück-Rückblick!

Ich hab ja soooo lange nicht mehr mitgemacht - deswegen wird es allerhöchste Zeit, endlich wieder einmal die Highlights der Woche mit einer großen Prise Dankbarkeit festzuhalten:

Im Monat November habe ich es dank Binge-Watching EXTREME tatsächlich geschafft, alle acht Staffeln von "Weeds" zu schauen. Sehr coole Serie, mit einigen Schwächen in Staffel 6+7, aber einem versöhnlichem Finale in Staffel 8. Die Protagonistin hat mich stark an Lorelai Gilmore erinnert (gleiche Synchronstimme, optische Ähnlichkeit) nur eben mit stark kriminellem Potential. Mit der Serie "Dexter" gehe ich jetzt in die nächste Runde. Fing schon mal viel versprechend an.

Einige überraschend sonnige, aber arschkalte Tage verleiteten mich zu diversen ausgedehnten Spaziergängen in heimatlich-herbstlichen Gefilden (auch eine Sofaheldin muß mal an die frische Luft):


Und wie happy war ich, wenn sich am Morgen ein paar echt fette Sonnenstrahlen ins palmige Wohnzimmer drängten. Unglaublich, wie ein blauer Himmel die Stimmung gleich aufhellen kann (während selbige im drögen Novembergrau wieder abkackt absinkt).


Und wer jetzt denkt, ich hätte nach all dem Binge-Watching keine Zeit mehr zum Lesen gefunden, der irrt gewaltig. Ich ohne Lesen???? Undenkbar. Auch beim Lesestoff ging es kriminell zu. Gefunden im Bücherschrank (❤) und auch wieder dorthin zurück getragen:


Mein besonderer Dank an all die Unbekannten, die ihre schönen Bücher so freigiebig dem ortsansässigen Volke zur Verfügung stellen. Ich weiß das wirklich sehr zu schätzen, auch wenn ihr das hier nicht lesen könnt. Ich werde mich weiterhin nach besten Kräften daran beteiligen, unsere örtlichen Bücherschränke stets gut befüllt zu halten.

Und wer jetzt noch glaubt, ich hätte nach all den Serien, Spaziergängen und Büchern nicht auch noch Zeit für Filme gehabt.... HA! ... Unterschätze nie eine Freifrau! 😏😏😏


Die kleinen Freuden der sesselpupsenden Introvertierten...


eine Rückschau-Initiative von "Fräulein Ordnung"

2. Dezember 2016

Und was machst Du so?


Ich stelle mir gerade vor, wie ich auf dem Weihnachtsmarkt bei einem heißen Tässchen Kinderpunsch stehe und mich plötzlich ein nicht minder heißer Typ anspricht (was mir natürlich aufgrund meines häufigen Ausgehens STÄNDIG passiert), wir plaudern ein wenig - und dann stellt er mir die Killerfrage:

"Und was machst DU so?"

Diese Frage will nicht wissen, ob ich kleine Filztannenbäumchen bastle, im Chor singe, Marihuana anbaue, eine Welpenzucht habe oder meine Memoiren schreibe. Nein, das ist natürlich die ultimative JOBFRAGE.

Kleine Schweißperlchen sammeln sich da bei mir unterm gestrickten Wintermützchen.

Und was sag ich nun?

  • Ich habe bei Günter Jauch eine halbe Million gewonnen, die Sendung durfte aber aufgrund politischer Brisanz nie ausgestrahlt werden. Von diesem Geld lebe ich jetzt während meines Zeugenschutzprogramms.
  • Ich bin eine Aussteigerin aus Mallorca, die nach Deutschland ausgewandert ist, ihre spanische Muttersprache völlig abgelegt hat und nun eine Schlagerkarriere in Möbelhäusern anstrebt oder mit dem Papst eine Herrenboutique in Wuppertal eröffnet.
  • Ich bin Produkttesterin für amazon Video.
  • Ich nehme an einem wichtigen Forschungsprojekt zum Thema "Introversion" teil und darf nur an wenigen Tagen im Monat das Haus verlassen.
  • Ich bin beim Schmücken des Weihnachtsbaums von der Leiter gefallen, habe mein Gedächtnis verloren und weiß nicht mehr, wo ich arbeite.
  • Ich bin Schokoladendesignerin bei Lindt, und nein, das ist kein Daunenmantel, das sind meine Hüften.
  • Ich mache eine Ausbildung zum Buddha (und bin im 47. Lehrjahr).
  • Ich bin Freifrau (ohne Adel).
"Und Du so?"

"Ich bin Bänker. Ich steh total auf Designerklamotten und mein neues Auto. Ich liebe Reisen, Clubbing und Extremsport... blablah... tolltolltoll..." .... "Oh, ja? Also, ähm, ich muß dann mal los..!"

Und wieder eine romantische Weihnachtsillusion zerstört. Weil Mr. Right ein Ofenhocker, Produkttester für Netflix und in der freien Wildbahn unauffindbar ist.

1. Dezember 2016

Na, Du Dezember!



Mit diesen Worten begrüße ich mal den Dezember,
in Dankbarkeit für die Dinge, die ich hinter mir gelassen habe.

Ich bereue nichts...

Heute verbleibe ich damit mal kurz und knackig!

30. November 2016

Der Absacker zum Monatsende.


Das positive Monatsmotto und die paar sonnigen Tage zwischendurch hatten mich ganz gut durch den November gerettet. Und ausgerechnet auf der Zielgeraden hänge ich nun durch, hmpf. Wieder mal Antriebslosigkeit, die üblichen Schlafprobleme, Grübelschleife. Das hab ich alles doch schon tausendmal durch. (Außerdem hab ich wieder mal meine "Augen-Neurodermitis", oder was auch immer das ist, wenn die Augen suppen, jucken, sich schuppen, röten und plissieren...).

Dabei habe ich es richtig hyggelig hier. Tolle Bücher zu lesen (okay, vielleicht ist der aktuelle Psychothriller "CUPIDO" nicht unbedingt dazu angetan, mich wohlig-entspannt zu fühlen), ein umfangreiches Entertainment-Programm und all das, was eben sonst so hilft.

Ich glaube, Schuld sind einfach nur wieder die üblichen Verdächtigen: Die Gedanken. Die Überlegungen, ob alles so richtig ist und wie es wohl weiter gehen wird. Fragen, die sich jeder mal stellt, völlig berechtigt, wie ich finde. Nur ist es irgendwann auch mal gut, wenn es eben zu rein gar nichts führt. Das ist wie auf dem Heimtrainer fahren: Total verschwitzt und verausgabt, ohne einen Zentimeter vorangekommen zu sein. Würde Grübeln Kalorien verbrennen, ich wäre ein Strich in der Landschaft!

Ich krame mal wieder eines meiner Lieblingszitate von Byron Katie raus, das da sagt:

"If you want a little fear and terror - get a future.
If you want a depression - get a past."

Vielleicht sollte ich mir das auf den Unterarm tätowieren lassen. So zur täglichen Erinnerung. Aber ich mag meine Haut lieber unbeschriftet...

Selbst der Psychothriller birgt geradezu buddhistisch anmutende Lebensweisheit:

"Neid auf diese Sorglosigkeit versetzte C.J. einen wohl bekannten Stich, doch sie wehrte ihn ab. Wenn sie als Staatsanwältin eins gelernt hatte, dann, dass die Dinge nicht immer so waren, wie sie schienen. Und wie ihr Dad zu sagen pflegte: Bevor Du jemandem die Schuhe abkaufst, lauf erst mal selbst eine Weile damit, Chloe. Vielleicht willst Du sie dann gar nicht mehr."

Ab morgen also Dezember. Es winken wieder Weihnachten - und noch viel "besser": Silvester, gepaart mit einer seelischen Jahresrückschau und den guten Vorsätzen fürs neue Jahr, die sich alle mehr oder weniger erfüllen, eher weniger.

Ich bräuchte noch ein zündendes Dezember-Motto... hat jemand eine Idee?

29. November 2016

Weihnachtsfreie Zone.


Bei aller Liebe zu "Hygge" - es widerstrebt mir nach wie vor, meine Wohnung weihnachtlich zu dekorieren. Wie jedes Jahr kommen nur ganz wenige Deko-Objekte zum Einsatz. Da wären der weiße Papierstern, den ich ans Fenster hänge, eine Lichterkette an der Balkontür und eine kleine Lichterkette in meiner (nicht nadelnden) Palme, die als Mini-Weihnachtsbaum überwintert.

Für Weihnachtsdeko habe ich einfach kein Händchen. Meine Versuche in der Vergangenheit endeten in einem hoffnungslosen Kitschdesaster, das ich meist vor den Feiertagen entnervt wieder weggepackt hatte.

Apropos Wegpacken: Ich möchte keinesfalls im Keller ein Außenlager für Weihnachtskitsch beherbergen. Flitterkram, der nur vier Wochen im Jahr zum Einsatz kommt? Nein, vielen Dank. Der Papierstern kann zusammen gefaltet und die zwei Lichterketten aufgewickelt werden. Minimaler Platzbedarf, so lobe ich mir das.

Zugegebenermaßen habe ich ja eh mit Weihnachten nicht viel am Hut. Wir schenken uns auch nichts. Mit Schrecken denke ich an die Zeiten zurück, als wir uns in die Massen stürzten, um Geschenke zu kaufen. Als Kind habe ich noch schöne Erinnerungen, als ich das neueste Buch von Enid Blyton in Händen hielt, und noch am Weihnachtsabend zu lesen angefangen habe. Damit würde man heute kein Kind mehr vor den Ofen locken...

Ich schaue mir lieber auf Instagram an, wie andere an Weihnachten geschickter als ich dekorieren, und freue mich darüber, dass ich selbst keinerlei Dekogedöns zum Jahresende wegräumen brauche.

✶ Funkelnde Grüße aus der weihnachtsfreien Zone! ✶