.

.

27. September 2016

Über. Stunden.


Überstunden... Überstunden sind ja sowas wie der Heilige Gral in der Arbeitswelt. Wer Überstunden macht, fühlt sich verdammt wichtig und sowas von beschäftigt. Keine Zeit mehr zu haben ist trendy, gehört zum guten Ton. Wer viele Überstunden macht, ist beim Chef angesehen und bei den Kollegen hinterrücks verhaßt (*Streber*, *Schleimsau*). Die Produktivität ist dabei sekundär, Hauptsache, Du machst als Letzter das Licht aus. Überstunden können auch ein Zeichen sein, dass da organisatorisch gewaltig was schief läuft, weil immer weniger Leute immer mehr Arbeit erledigen müssen. Das ist dann die moderne Form der Sklaverei.

Jedenfalls findet mein Chef Überstunden auch ziemlich dufte. Und zwar nur solche, die ausbezahlt werden. Abfeiern ist nicht (gilt aber nur für unseren Bereich, nicht den ganzen Rest der Hütte). Weil es ist ja immer so viel zu tun. Also gibt es einen Überstundenpool, in dem ich nicht mitschwimmen werde. Für uns Teilzeitkräfte der "niederen Hackordnung" hatte er sich fünf Überstunden im Monat ausgedacht. Och jo, dachte ich erst, ist ja nicht die Welt, kannste Dir paar Euros dazu verdienen.

WAS???!!! *mir-an-die-Stirne-patsch* - Was ist los mit mir? Ich brauche die armseligen Kröten, die vom Hungerlohn in Form von Überstunden übrig bleiben, nicht. Das ist es nicht wert! Ich wollte nur noch 20 Stunden arbeiten, und habe zähneknirschend 25 in Kauf genommen, weil das Gehalt unterirdisch ist. Und jetzt nochmal fünf Stunden extra arbeiten für noch weniger Geld? Ich glaub, es hackt!

Wie viel ist eine Stunde Lebenszeit wert? Wenn eine geschäftstüchtige Fee käme, und Dir eine Stunde Nichtstun zur freien Verfügung verkaufen würde für - sagen wir - 8 Euro? Ein Schnapper, oder? Würdeste doch sofort zugreifen! - Aber dafür eine Stunde im düsteren Büro mit Aktenmief sitzen? Nein. Ohne mich. Ich wähle das Nichtstun. Den Mittagsschlaf. Eine Stunde Sonne auf dem Balkon. Das Schmökern im Buch. Eine Stunde Shopping Queen. Die Prioriäten richtig setzen. Darum geht es mir.

Also hab ich kund getan, dass ich aus dem Überstundenpool aussteige. Es gibt nur eine Beschäftigung, bei der ich Überstunden mache: Dem Nichtstun! Und dabei bleibt es. Basta.

Ist jetzt die Übernahme nach meiner Befristung dadurch gefährdet? Ooooh wie schaaaaaaaaade ;-). Bekomme ich womöglich deswegen eine Privataudienz beim Chef? Oh, bitte nicht!

25. September 2016

Aus & vorbei!


Mein Urlaub ist rum! *schluchz* - Das waren doch nie im Leben drei Wochen! Allenfalls drei Tage. Wie konnte das geschehen? Ich freue mich NULL auf morgen. Um den Tag noch perfekt zu machen, hab ich am Nachmittag auch noch einen Zahnarzttermin, Ich bekomme eine neue Knirscherschiene. Weil ich nachts so viel verarbeite, dass der Erhalt meiner Schneidezähne in akuter Gefahr ist. Schätzungsweise wird heute Nacht extra viel geknirscht wegen all der Vorfreude. Juhu.

Immerhin war das Wetter der letzten Tage sehr versöhnlich. So könnte es ganzjährig für mich sein.

Also: Eine Runde Mitgefühl für mich bitte!
*HEUL*

23. September 2016

Ich bin schuld.

*Norwegian Airlines* - Wie cool...

Was wäre ich ohne meine aufmerksamen Leser. Ich bin also Schuld. Schuld, dass die Liebe tot ist. Verantwortlich für das Ende von Brangelina. Allerdings tut es mir nicht mal leid. Ich war schon immer Team Jennifer. Frau Jolie ist mir unheimlich. Und jetzt ermittelt auch noch das FBI. Was hab ich nur getan??!! Ich glaube, ich bin jetzt auch noch Team Brad. Denn irgendwie kann ich es verstehen, dass man bei 23 Kindern auch mal die Kontrolle verliert und das ganze nur noch bekifft und alkoholisiert erträgt.

Wovon ich überhaupt rede? Von meinem Jahreswechsel-Posting vom 30. Dezember 2015. Ich zitiere mich mal:

"Wär ja auch zu einfach: Ich hänge mir ein Brad-Pitt-Foto an den Kühlschrank und ruckzuck ist Angelina geschieden."

Jetzt isses raus. Ich war's. Kann man jetzt nix mehr machen. Die erste Anfrage für Fotos von George Clooney und Benedict Cumberbatch ist auch schon eingegangen. Mal sehen, was ich tun kann! ;-)

Der Sänger Olly Murs ist übrigens bei Tinder. Hab ich gestern im Radio gehört. Also wer Bedarf hat...

22. September 2016

Wunder der Technik.


*Grrrr*. Das ist doch genau das, worum's in dem Nichtstun-Buch geht: Da schaffste Dir ein Laptop an, müllst es mit massig Daten zu, dann hält es gerade mal zwei Jahre und beschert Dir plötzlich einen Bluescreen. Mein Reparaturversuch neulich hat nicht lange gehalten. Jetzt habe ich den meisten Datenmüll auf meine externe Festplatte gespeichert und bin tierisch genervt, weil ich die dann dringend auch mal aufräumen müßte. Baaaaaah! Was hab ich da Lust drauf. Könnte glatt mit 'nem Hammer draufschlagen. - Warum hat die Festplatte nach zwei Jahren 'ne Macke? Womöglich weil sie so konstruiert wurde, damit man dann wieder ein neues Gerät kaufen soll? Hm? HM??

Eine Anschaffung die eindeutig kontraproduktiv zum Nichtstun ist.
Das waren noch Zeiten, als ein Notebook tatsächlich ein Notizbuch war.
Aber leider ohne Google & Co.

Und kaum will ich meinen Konsum weiter reduzieren, taucht am Horizont die Anschaffung eines neuen Notebooks auf. Und leider bin ich ohne nicht wirklich lebensfähig. Aber ich bin stinksauer, dass so ein Teil nur lächerliche zwei Jahre hält! Warum nicht wenigstens fünf? Am besten sogar zehn.

Was soll das? Ich brauche keinen Schnickschnack, Updates, höher-schneller-weiter, Windows10-Sch***. Nur bloggen. surfen und bissl Kleinkram erledigen.

Jetzt muß ich erstmal meine eigenen Systeme wieder runterfahren. Hab mich uffgereeescht.


21. September 2016

Nichtstun.


Ich hab es getan. Ich hab das Nichtstun-Buch gekauft. Als E-Book, damit es nicht auch noch physisch hier rumliegt. Allerdings ärgerlich, dass es genauso viel kostet wie die Printversion. Egal, es ist jeden Cent wert. Es ist wie die Erlaubnis, auf die ich immer gewartet habe. Dass es okay ist, wie ich lebe. Wie Partnerschaft NICHT funktioniert. Dass die Meinung der anderen mir egal sein kann. Dass Nichtstun großartig ist. Weil es zu mir paßt.

Ich könnte aus jedem einzelnen der kurzen Kapitel mindestens einen Satz mit größter Begeisterung zitieren. Weil es mir dermaßen aus der Seele spricht. Es paßt so viel: Über das Verbringen der Wochenenden, über das Ausgehen und in-den-Urlaub-Fahren, über das vermeintlich tolle Leben der Anderen in den Social Media, über das "Brauch ich das WIRKLICH?".

Wäre ich mutiger, würde ich am Montag gar nicht mehr zur Arbeit erscheinen. Aber ich will es noch bis Ende der Befristung aussitzen (mit ganz viel Nichtstun). Und vielleicht werde ich dann endlich wieder Freifrau.

Es animiert mich auf jeden Fall dazu, noch weniger zu konsumieren. Ich bin mir sicher, da gibt es noch Spielraum. Alles für die Freiheit! Es lebe das Nichtstun! Alle Macht den Nickerchen! ;-) Endlich das tun, was ich am besten kann....

Das klingt womöglich etwas abgefahren (oh-oh, und schon lande ich wieder im Rechtfertigungsmodus), aber in Anbetracht des bevorstehenden Montags fängt es schon wieder an, dass es mir besch*** geht. Die letzten Nächte habe ich schlecht und kaum geschlafen. Meine Zähne knirschen, als ob es kein Morgen mehr gäbe. Das kann es doch nicht sein.

Wir sind gesellschaftlich so getriggert, dass wir kaum noch merken, wie hörig wir dem Hamsterrad sind. Wie sinnlos das System inzwischen geworden ist. Immer schön konform sein (und gefälligst jedes Jahr das neueste "Superhandy" kaufen). Ein braver Bürger. Dabei wären wir im "Nichtstun" so viel braver ;-). (Klar, wer schläft, sündigt nicht.) - Also das Buch war definitiv eine gute Anschaffung und wird immer wieder von vorne gelesen. Es macht mir Mut.